Faszination Tauchen

Sich in einem Element zu bewegen, in dem der Mensch eigentlich nicht überleben kann, hat eine ganz besondere Faszination. Dank moderner, technischer Hilfsmittel ist es möglich, 90 Minuten und länger unter Wasser zu bleiben und die ganz und gar eigene Welt zu erleben. Nahezu jedes Gewässer hat seine einzigartige Charakteristik, jede ist auf ihre ganz besondere Weise interessant. Hier mal die Wichtigsten im Überblick:

Strömungstauchen im Fluss

Es gibt schöne tiefe Flüsse, wie zum Beispiel den Rhein, der dich mitreißt, ohne dass du die Möglichkeit hast die Richtung zu bestimmen - hier geht es nur vorwärts, rauf oder runter - allenfalls und mit viel Mühen kann man links oder rechts steuern, zurück jedoch geht es nicht. Hier wirst du eins mit dem Element, du fühlst wie der Strom dich beschleunigt und du durch das Element surfst, ohne auch nur einen einzigen Flossenschlag zu tätigen. Die Umgebung rast an dir vorbei und duzende Fische scheinen im Wasser zu stehen, trotzen der Strömung und schauen dich mitleidsvoll an, als wärst du ein hilflos treibendes Stück Holz. Jeder Taucher sollte das mal gemacht haben!

Strömungstauchen im Meer

Ähnlich wie beim Strömungstauchen im Fluss, kann man sich auch im Meer mit den Unterwasserströmungen mitreißen lassen. Hier jedoch ist die Sicht in der Regel deutlich besser und auch dank der Riffe und anderer topologischer Gegebenheiten ist das steuern etwas leichter. Lässt man sich darauf ein, kann man die "Fahrt" sichtlich genießen, die meisten Drift-Dive-Spots haben auch einen natürlichen Ausstieg, es reicht ein Flossenschlag in Richtung Riff und man entkommt der Strömung.

Tauchen im Meer

Die überwiegende Mehrheit der Taucher sind wohl hier in den Meeren unterwegs; vorzugsweise in subtropischen warmen Gewässern mit guter Sicht und üppiger Flora & Fauna. Dichter Korallenbewuchs und viele bunte Fische ziehen Taucher magisch an, mich natürlich eingeschlossen. Es ist einfach herrlich, man schwimmt mit den Fischen und wird Teil der Unterwasserwelt. Jeder der schon mal ein Seewasseraquarium gesehen hat, kann sich in etwa vorstellen wie das ist. Da allerdings so ein Meer nicht jeder vor der Haustüre hat, bleibt der Spaß auf die jährliche Urlaubssaison beschränkt.

Tauchen im Süßwassersee

Bleibt zu guter Letzt ja noch das Tauchen in den heimischen Gewässern. Unzählige Seen laden zum Tauchen ein. Hier zum Beispiel ist der Bodensee in unmittelbarer Nähe und bietet zahlreiche tolle Tauchplätze mit wunderschönen Steilwänden. Das Tauchen hier erfordert allerdings einiges mehr - es ist tief, es ist dunkel es ist kalt! So ist neben einer entsprechend kaltwassertauglichen Ausrüstung nebst Trockentauchanzug auch eine entsprechend stabile körperliche und seelische Verfassung unabdingbar.