Barotrauma

Leitet sich ab von Baro (Druck) und Trauma (Verletzung) 
Den Druckwirkungen beim Tauchen können folgende drei Phasen zugeordnet werden:

  1. Die Kompressionsphase beim Abtauchen 
  2. Die Isopressionsphase während des Aufenthalts unter Wasser
  3. Die Dekompressionsphase beim Auftauchen 

Im Körper gibt es eine Vielzahl Luftgefüllter Hohlräume. Es gibt starre und bewegliche Hohlräume in unserm Körper. Zu den beweglichen Hohlräumen z.B. Magen, Darm und Brustkorb. 
Zu den starren Hohlräumen gehören Nasenneben-, Stirn-, Kiefer-, Keilbeinhöhle und das Mittelohr. 

Lokalisation des Barotraumas 

  • Taucherbrille 
  • Zähne 
  • Nasennebenhöhlen 
  • Mittelohr 
  • Magen - Darm - Trakt 
  • Lunge 

Barotrauma des Ohres

Außenohr --> in der Regel keine Druckschädigung 
Mittelohr --> mangelnder Druckausgleich - Perforation des Trommelfells 
Innenohr --> erzwungener Druckausgleich - Einreißen und Auslaufen der Peri- oder Endolymphe in die Paukenhohle 

Das Mittelohr ist über die eustachische Röhre (Tube) mit dem Nasen-, Rachenraum verbunden. Das Mittelohr ist nach außen zum Gehörgang durch das Luftundurchlässige Trommelfell abgeschlossen. Entsteht im Mittelohr ein Unterdruck durch Erhöhung des Umgebungsdruckes (Tauchtiefe), so wölbt sich das Trommelfell ins Mittelohr und würde im Extremfall einreißen. 
Um dieser Verletzungsgefahr vorzubeugen, kann durch Hineinpressen von Luft in den Nasen-, Rachenraum ein aktiver Druckausgleich über die Tuben herbei geführt werden. Damit gleicht sich die Wölbung des Trommelfells wieder aus. 
Bei Erkältungskrankheiten mit Schwellung der Schleimhäute ist ein Druckausgleich über die Tuben im Mittelohr nicht möglich. Beim Abtauchen wird das Trommelfell gedehnt, im Mittelohr sammelt sich Flüßigkeit, es entsteht eine schmerzhafte Mittelohrentzündung.

Bei Überdehnung des Trommelfells ist ein Einreißen möglich.

Symptome:

Schmerzen - Drehschwindel 

Maßnahmen: 

Sofort in ärztliche Behandlung begeben
 
Bei Erkältungskrankheiten nicht Tauchen! 

Tauchlehrer oder Partner verständigen und keine abschwellenden Schnupfenmittel (Nasensprays) vor dem Tauchgang verwenden. 
Durch gewaltsames Herbeiführen des Druckausgleiches unter Wasser, besteht die Möglichkeit eines Barotraumas des Innenohres. Dies führt zu Übelkeit, Erbrechen. Drehschwindel und Verlust des Gleichgewichts. 

Maßnahmen: 

Sofort in ärztliche Behandlung begeben

Nasennebenhöhlen - Kiefernhöhlen  - Siebbeinzellen - Stirnhöhlen - Keilbeinhöhlen :
Geschwollene Schleimhaut oder Polypen verhindern den Druckausgleich und führt zu Schmerzen und Blutabgang! 

  • Zähne - schlechte Füllungen reparieren lassen 
  • Augen - durch unzureichende Belüftung der Tauchermaske 
  • Magen - Darm - Trakt Symptome Schmerzen, Krämpfe, (bis zur Darmzerreissung) 

Maßnahmen 

Vor dem Tauchgang keine blähenden Speisen und Getränke einnehmen !