Verhaltenstipps

Ein paar Tipps für das Verhalten unter Wasser

 

Nur Gucken - nicht Anfassen!

Ob im Meer oder in heimischen Seen; fast überall finden sich Lebewesen die dem Taucher nahe kommen, kaum eine Scheu zeigen und recht friedlich wirken. Was wir als zutraulich interpretieren, kann eine Schutzreaktion aber auch Angst bedeuten. Es sollte unbedingt vermieden werden, Fische und andere Unterwasserbewohner zu streicheln oder zu berühren. Auch wenn es lieb gemeint ist, viele der Meerestiere sind giftig und gefährlich, können stechen, beißen und nesseln. Aber auch diese Fische selber sind durch Berührungen gefährdet, so kann zum Beispiel der empfindliche Schutzfilm der Tiere beschädigt werden und Krankheitserreger in den Körper gelangen.
Auch Korallen sind tierische Lebewesen und reagieren empfindlich auf Berührung.  Zudem wachsen einige Korallenarten  sehr langsam, oftmals nur wenige Millimeter im Jahr und sind durch unachtsame Flossenschläge oder dem Hängenbleiben von Ausrüstungsgegenständen schnell beschädigt und sterben sogar ab. Bei der Vielzahl an Tauchern in den Korallenriffen ist es unerlässlich auf genügend Abstand zu achten.
 

Bitte nicht füttern

Ein Fisch ist wie jedes wildlebende Tier dafür geschaffen und konditioniert, für sich selbst zu sorgen. Es benötigt in keinster Weise die Hilfe des Menschen. Füttern dient nur dem eigenen Spass und wird oftmals praktiziert, um Fische und andere Meeresbewohner anzulocken um dann schöne Fotos machen zu können. Füttern bewirkt nun, dass die Tiere lernen, dass bei Menschen Futter zu holen ist, sie die Scheu verlieren und sogar aufdringlich werden. Hat man dann kein Futter, kann es sogar gefählich werden - es gibt Berichte aus Ägypten, in der Nähe von Sharm el Shaik, wo immer wieder Fische gefüttert wurden. Das hat nicht zuletzt Haie angelockt (die Fressgeräusche der gefütterten Fische), so dass sogar ein Frau dabei ums Leben kam. 

Müll

Auch wenn man sich als Taucher den aktiven Umweltschutz ganz groß auf die Flasche geschrieben hat, so ist es entgegen dem ökologischen Instinkt nicht ratsam, gefundenen Müll wie Flaschen, Eimer, Dosen etc.pp. während einem normalen Tauchgang  aufzusammeln und an Land zu entsorgen. Dieses gut gemeinte Handeln birgt jedoch viele Gefahren für den Taucher und seinem Buddy wie z.B. Schnittverletzungen oder das Hängenbleiben mit der Ausrüstung an Gegenständen.  Aber auch die Tierwelt erobert sich viel von unserem Müll und so finden in manchen Flaschen und Dosen z.B. Fische und Krebse Unterschlupf, oder aber auch Korallen erobern gerne versunkende Gegenstände als neue Siedlung. Statt dessen sollte Müllvermeidung - nicht nur für Taucher - an erster Stelle beim aktiven Umweltschutz stehen. Sollte man unter Wasser dennoch gefährlichen Müll entdecken, wie z.B. Fässer aus den etwas ausläuft oder herrenlose Fischernetze die eine Gefahr für Tier und Mensch darstellen, sollte man den Fundort markieren (sofern möglich) und nach dem Tauchgang die entsprechenden Behörden informieren. Aber auch hier steht die eigene Sicherheit an erster Stelle.